Auf Tuchfüllung mit dem Jaus’nwrap

Rosi Binder und Benedikt Wurth haben ihre Antwort auf die globale Plastikflut gefunden. Mit dem Jaus’nwrap, einem Honigwachstuch, welches Alu- und Frischhaltefolie ersetzt, nachhaltig produziert wird, mehrmals verwendet werden kann und obendrauf ein echter Hingucker ist.

Lesezeit: 10 Minuten

Auf Tuchfüllung mit dem Jaus'nwrap

„Mein Vater hatte eine Bienenhütte, wir Kinder ein Baumhaus, gemeinsam radelten wir dorthin und erst wenn die Dämmerung ihre Schatten warf, wieder nach Hause.“

Auf Tuchfüllung mit dem Jaus'nwrap
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„Natürlich ist das eine persönliche Herausforderung, zu überlegen: Was brauche ich wirklich, was kann ich reduzieren oder ersetzen?"

Auf Tuchfüllung mit dem Jaus'nwrap
Der Grundgedanke des Bienenwachstuchs
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Unaufhörlich und doch von vielen ungehört läuten die Alarmglocken unserer Erde beständig: Die Meere ersticken im Plastikmüll, Tiere verenden durch den dort landenden Abfall jämmerlich, täglich kämpfen Menschen mit den Begleiterscheinungen der weltweiten Müllflut. Nur wie diese Problematik endlich stoppen? Rosi Binder und Benedikt Wurth aus Pfaffenschlag im Waldviertel haben sich nächtelange den Kopf zermartert, Ideen gewälzt und letztlich ein Produkt entworfen, das Alu- und Frischhaltefolie gänzlich aus den Küchen verbannt: Den Jaus’nwrap – ein Honigwachstuch, welches auf nachhaltiger Basis hergestellt wird und dafür sorgt, dass Lebensmittel frisch bleiben und frei von Plastikverpackungen sind. Weil es ihnen eben nicht egal ist, was auf und mit der Welt passiert. Und aktiv nach Lösungen suchen, statt nur ohnmächtig mit den Schultern zu zucken. Weil jeder Einzelne etwas verändern kann. „Natürlich ist das eine persönliche Herausforderung, zu überlegen: Was brauche ich wirklich, was kann ich reduzieren oder ersetzen? Aber es ist absolut notwendig. Ich denke, wir können aufhören zu warten, dass seitens der Politik etwas passiert. In unserer globalisierten Welt stehen die finanziellen Dinge nun mal im Vordergrund, es bleibt an uns, an jedem Einzelnen hängen.“

Die Kraft der Bienen

Benedikt war schon immer ein naturverbundener Mensch. Im Waldviertel aufgewachsen, sind seine Kindheitserinnerungen voll mit Erlebnissen inmitten von Wald und Wiese. „Mein Vater hatte eine Bienenhütte, wir Kinder ein Baumhaus, gemeinsam radelten wir mit dem Rad dorthin und erst wenn die Dämmerung ihre Schatten warf, wieder nach Hause.“ Schon früh lernte er seine Lebensgefährtin Rosi kennen. Man verstand sich blind und knüpfte mit der Geburt des ersten Sohnes Jonathan ein Band fürs gemeinsame Leben.

Die junge Familie zog es zum Studium nach Wien. Doch lange hielt es sie nicht dort, die Sehnsucht nach dem Land, der Natur, dem Wald, den Bienen, sie war einfach größer. „Wir wollten, dass unser Sohn so aufwächst, wie wir.“ Um ihm und seinem jüngeren Bruder Isaac dies zu ermöglichen, ließ man sich abermals im Waldviertel nieder. Es ist eine Liebe zu dieser Region, die wohl nicht rosten kann und ebenso Bestand hat, wie Rosis und Benedikts Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit im Leben. Was die beiden Kreativen auf die Idee brachte, auf regionaler Basis Honigwachstücher herzustellen. Nach einem Jahr des Tüftelns waren beide mit dem vorliegenden Ergebnis zufrieden. „Es war einer der spannendsten Momente, als wir erstmals mit unseren Jaus’nwraps am Markt standen und nicht wussten, ob uns diese überhaupt jemand abkaufen würde“, schmunzelt Benedikt im Nachhinein. Doch die Sorge war unbegründet, die Menschen kamen, bezeugten ehrliches Interesse und kauften. Das Honigwachstuch ist formbar und eignet sich, um kalte Speisen wie Gemüse, Obst oder auch Brot frisch zu halten und ist in verschiedenen Größen erhältlich.

„Schon frühere Generationen haben mit Bienenwachs getränkte Leinentücher verwendet, um ihre Lebensmittel darin aufzubewahren und frischzuhalten. Unser Jaus‘nwrap wird ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen, die in der Natur vorkommen, hergestellt. Bio-Baumwollstoff wird in einer Mischung aus Bio-Bienenwachs, Baumharz und Bio-Sonnenblumenöl getränkt, wobei wir bei allen Inhaltsstoffen darauf achten, dass sie weitestgehend aus biologischem und regionalem, aber vor allem immer aus nachhaltigem Anbau stammen.“

Wird den Jaus'nwrap überhaupt jemand kaufen?
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Auf Tuchfüllung mit dem Jaus'nwrap

„Das Produkt darf seine Seele nicht verlieren“

Onlineshop oder Bioladen?

Denn Billigproduktionen und Importe aus fernen Ländern sind beiden ein Dorn im Auge. „Wir sollten uns wieder rückbesinnen auf die Zeit, wo noch nicht alles im Überfluss angeboten wurde.“ Erhältlich ist der Jaus’nwrap ganz einfach online auf der eigenen Homepage, in speziellen Bioläden und bereits in so mancher Lebensmittelkette. Größeren Kooperationen steht Benedikt jedoch mit gemischten Gefühlen gegenüber: „Das ist eine Gratwanderung. Das Produkt darf seine Seele nicht verlieren.“ Denn nur mit ihr lassen sich solche Ideen überhaupt erst realisieren und nur wer das verstanden hat, wird seinen Weg für ein nachhaltigeres Leben finden können. Die Erde dankt es jedem Einzelnen.

Die Alternative zur Frischhaltefolie
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Kontakt

Das Bienenwachstuch aus Österreich: Erhältlich ist er Jaus’nwrap online auf der eigenen Homepage, in speziellen Bioläden und bereits in so mancher Lebensmittelkette. Verschiedene Größen ermöglichen es, von Obst über Gemüse, bis hin zum Brot alles in den Jaus’nwrap zu verpacken, für frische Lebensmittel als gesunde, nachhaltige Alternative im Gegensatz zu Alufolie und Plastik.

DI Benedikt Wurth KG
Schwarzenberg 3
3834 Pfaffenschlag
Telefon: 0660 5136963
Web: https://www.jausnwrap.at

Text: Sabine Ertl
Video, Audio und Fotos: Daniel Gollner

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