Ein Leben für die Berge, © Daniel Gollner

Ein Leben für die Berge

Peter Gross zieht es stets in eine Richtung: Bergauf!

Für Bergsteiger Peter Gross gibt es seit Kindheitstagen nur einen Lieblingsplatz. Und dieser nennt sich schlicht und einfach: Draußen. „Man muss erst in die Welt hinausgehen um schätzen zu lernen, was die eigene Heimat für einen bedeutet.“ Peter Gross, in Puchberg am Fuße des Schneeberges aufgewachsen, war schon immer aus tiefster Seele ein Bergmensch. Seine Eltern betrieben die dortige Skischule, als Kind nutzte er jede freie Minute auf den Pisten und im Firn. „Wir waren den ganzen Tag draußen unterwegs, ob im Winter beim Skifahren oder im Sommer bei den Kletterkursen. Ich hatte schon immer einen starken Bezug zur Natur.“

Andere Erwartungen an die Bergführer

Die Zeichen der Zeit merkt er heute als Bergführer und Kletterer: „Die Erwartungshaltung ist eine andere als vor 30 Jahren. Damals konnten wir mit den Kindern noch eine Tagestour von rund 1.000 Höhenmetern auf den Schneeberg unternehmen, organisierten anfangs Trittschulungen bevor es zum Fels ging und man gesichert eine Wand hinaufgeklettert ist.“ Der Berg an sich stand im Fokus, nicht das Klettern. Und damit verbunden ein besseres Verständnis für die alpinen Gefahren. Heute wünschen die Gäste eine kurze Einschulung und suchen dann sofort den direkten Kontakt mit dem Fels. Verständlich, wie Peter meint: „Durch die zahlreichen Kletterhallen sind andere Vorkenntnisse vorhanden. Die Ausrüstung hat sich maßgeblich geändert. Als Kinder kletterten wir damals mit Bergschuhen, Kletterschuhe gab es noch keine.“ Dementsprechend anders war die Herangehensweise: „Wenn du nach einem vorsichtigen Herantasten einen vierten Schwierigkeitsgrad klettern konntest, war das schon was Besonderes.“ Heute beschleunigen eine bessere Ausrüstung sowie bereits erlernte Vorkenntnisse das richtige Bewegen im Fels.

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