Der Hut steht ihm gut, © Jürgen Skarwan

Zwei Hauben und ein Hut

Der Langenlebarner Wunderwuzzi
Josef Floh lädt in seine Küche ein.

Modern und bodenständig zugleich. Obwohl Josef Floh mit seinem Gasthaus in Langenlebarn regelmäßig neue Wege geht, gilt es als Klassiker unter Niederösterreichs Wirtshäusern. Oder vielleicht gerade deshalb?

Wie schwer ist der Spagat zwischen Dorfwirtshaus und Haubenlokal? „Gar nicht schwer“, sagt der Floh, „denn die Leute kommen zu uns, weil wir ein Wirtshaus sind und nicht wegen irgendwelchen Auszeichnungen!“

Gastwirt Josef Floh

Mitten in Langenlebarn, ein wenig unscheinbar an der Hauptstraße der Tullnerfelder Gemeinde gelegen, steht eines der in jeder Hinsicht denkwürdigsten Beispiele der Niederösterreichischen Wirtshauskultur. Ein echtes Dorfwirtshaus, in dem sich die Leute zum Kartenspielen und Frühschoppen treffen. Aber auch ein Lokal, das seit vielen Jahren vom Gault Millau mit zwei Hauben ausgezeichnet wird. Ein Weinkeller, in dem es das Achtel um einsfünfzig, aber auch eine Flasche um 5.000 Euro gibt. Eine Küche, die eine fast kompromisslos regionale Linie verfolgt, die aber auch wunderbar flexibel auf Gästewünsche reagiert. Wie man diese Gegensätze unter einen Hut bringen kann, das demonstriert Patron Josef Floh seit nun fast 25 Jahren, und zwar sehr, sehr erfolgreich.

Der Floh in der Gaststube, © Jürgen Skarwan