Benjamin Karl ist im Snowboard-Olymp angekommen, © Miha Matavz

Am Gipfel der Weltspitze

Benjamin Karl ist im Snowboard-Olymp angekommen

Benjamin Karl sitzt im Auto, als er uns von seinen Zukunftsplänen, seiner Liebe zum Sport und seinen Anfängen erzählt. Das Navigationssystem erinnert den weltbesten Snowboarder immer wieder vom Gas zu steigen, während er vom Training in den Schweizer Bergen am Weg zu seinen Lieben nach Lienz braust. Der dreimalige Gesamtweltcupsieger, Gewinner der kleinen Kristallkugel im Parallelweltcup, Juniorenweltmeister und vierfache Weltmeister nennt auch eine olympische Silber- und Bronzemedaille sein Eigen. Aber nicht nur seine Erfolgsbilanz ist beeindruckend.

„Als Niederösterreicher braucht‘s vielleicht schon ein bisserl mehr Einsatz, weil man halt ned direkt neben der Skipiste aufwächst.“

Benjamin Karl, der weltbeste Snowboarder aus dem Mostviertel

Vom Hochkar auf die Gipfel dieser Welt

Im Auto ist er früher auch oft gesessen. Dann nämlich, wenn er mit seiner Mama in die Berge gefahren ist. Die Volksschullehrerin aus Wilhelmsburg war immer für ihren Buben da – und hat ihn alleine großgezogen. Wenn Benjamins Mama schon vor ihm von der Schule daheim war, war das Auto bereits für einen Skinachmittag am Hochkar oder in Lackenhof gepackt, wo er schon mit 2 Jahren seine ersten Schwünge durch den Schnee zog. „I hab immer noch ein bisserl mehr Aufwand als andere g‘habt, hab mehr in Kauf nehmen müssen. Des mocht mi glaub ich auch zu einem erfolgreichen Athleten“, erzählt er. In Türnitz, wo heute die Allwetterrodelbahn Eibl-Jet talwärts rast, waren die Karls genauso gerne unterwegs wie in Annaberg, wo Benjamin später seine Technik verfeinerte. Und das hat sich ausgezahlt.

„Zum Glück hob i a sehr motivierte Mama. Ohne die wärs ned gegangen“

Benjamin Karl über seine größte Förderin
Benjamin Karl und seine größte Förderin, © zVg. privates Archiv Benjamin Karl