Berauschend schön: Die Waldviertler Mohnblüte im Juli, © Waldviertel Tourismus/IShootPeople

Von großen Zielen und kleinen Schritten

Wie einen Kräuter, Mohn und Whisky aus der Sackgasse führen können.

„Die schönste Gegend der Erde!“

Der eine suchte einen Weg aus der Arbeitslosigkeit, die anderen eine Möglichkeit ihr Wirtshaus wiederzubeleben und die Dritten eine Alternative zur per­s­pek­tiv­losen Viehwirtschaft: Drei Geschichten aus dem Waldviertel, die beweisen, wie die persönliche Krisenbewältigung auch der ganzen Region gut tun kann.

„Die schönste Gegend der Erde!“

Der Schriftsteller Robert Hamerling über das Waldviertel

Bei der Liebeserklärung mag zwar etwas Patriotismus mitgespielt haben – der Dichter wurde 1830 im Waldviertler Kirchberg am Walde geboren  –, aber mit seiner Einschätzung steht Hamerling nicht alleine da. Noch heute findet die stille Weite der sanfthügeligen Landschaft, in der sich die strenge Geometrie der Äcker mit der ungezügelten Wildheit der Wälder abwechselt, viele Liebhaber, unter den Einheimischen sowieso, aber auch unter den Auswärtigen.

Ein schöner Ausblick: Burg Rapottenstein, © Waldviertel Tourismus/IShootPeople

Dabei macht es das Waldviertel seinen Bewohnern und Bewunderern nicht leicht. Vor allem Bauern legt die Region gerne Steine in den Weg, nämlich wortwörtlich: Das Waldviertel liegt auf einem Granitplateau, dessen Gesteinsuntergrund nur von einer dünnen Schicht Braunerde bedeckt ist, an vielen Stellen durchbricht der Fels sogar die Oberfläche. Die steinreiche Gegend erfreut mit ihren zum Teil bizarren Granitformationen und Wackelsteinen die Gäste, den Landwirten beschert sie jedoch viel Arbeit. Dazu kommt noch ein im Vergleich zur Donauebene deutlich kühleres Klima, in dem sich viele wärmeliebende Pflanzen nicht unbedingt wohl fühlen.

„Neues kann aber nur entstehen, wenn man etwas anders macht,
anders denkt, anders plant.“

Johannes Gutmann

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