Hoch hinaus, © Niederösterreich-Werbung/Michael Liebert

Der Ruf der Natur

Hin und weg von Niederösterreichs außergewöhnlichsten Unterkünften

Diesmal haben uns die immergrünen Wälder im tiefen Waldviertel gezeigt, wie laut die Stille sein kann. Die saftigen Rieden zwischen St. Pölten und der Donau machten uns nicht nur in ihrer edelsten Form angenehm redselig. Und die atemberaubenden Ausblicke über die Wiener Alpen haben uns sogar sprachlos gemacht, denn: Für dieses Interview haben wir eine ganz besondere Gesprächspartnerin gefunden. Und obwohl wir gar nicht viel gesprochen haben, konnten wir viel Neues über uns selbst und das Hier und Jetzt erfahren. Schließlich ist die Natur eine richtig gute Zuhörerin. Und hat noch bessere Antworten auf all die Fragen parat, die man sich gar nicht laut stellen traut.

An den verschiedensten Ecken Niederösterreichs sind wir ihr im Wald, beim Wein und in luftigen Höhen begegnet – und haben uns von Gespräch zu Gespräch noch mehr in sie verliebt. Um sie zu finden, haben wir uns in drei ganz besonders außergewöhnliche Unterkünfte einquartiert – und waren hin und weg. Wer einmal in der Baumhaus Lodge im Waldviertel, beim Wohnwagon Karl im Weingarten und im Wiener Alpen Bett am Voralpenausläufer gelebt, geträumt oder einfach nur gewesen ist, der weiß warum. Dabei hat sich die Natur von ihrer romantischsten, stillsten und geschmackvollsten Seite gezeigt. Denn genau darauf haben unsere Gastgeber Wert gelegt. Wie es so ist, über den Baumkronen zu erwachen, im absoluten Einklang mit dem Weingarten zu leben und die Natur mit allen Sinnen genießen zu können, lesen Sie hier.

Verliebt bis in die Wipfel, © Baumhaus Lodge Schrems

Verliebt bis in die Wipfel.

Zu Gast in der Baumhaus Lodge Schrems, Waldviertel.

Über Feldwege legen wir die letzten Meter zu unserem ersten Meeting mit der Natur zurück. Hoch oben im grünen Waldviertel wollen wir auch ebenso hoch wohnen. Auf bis zu 18 Metern in den Baumkronen, um genau zu sein. Dort werden wir eine Nacht verbringen, in der ersten Reihe sitzen, wenn die Tiere des Waldes zum allabendlichen Konzert einladen, und einige von ihnen aus nächster Nähe beobachten. Schnell und unkompliziert checken wir ein und verlassen den Boden der Tatsachen, um ins grüne Blätterdach zu steigen.

Mit beiden Beinen fest in den Baumkronen stehen.

Oben angekommen, erleben wir den ersten Wow-Moment. Wohlig und geborgen fühlt sich unsere Lodge an. Perfekt, um gemeinsam ein bisschen einsam zu sein. Zwischen warmem Holz, natürlichen Farben und den großen Panoramafenstern fühlen wir uns wie ein Specht im Baumloch. Naja, fast. Der Spagat zwischen luxuriös und der Konzentration auf das Wesentliche ist hier wirklich sehr fein gelöst. Sogar ein Bad mit allem Drum und Dran hat unser Baum zu bieten. Leise knistert das Feuer im Ofen vor sich hin, während wir versuchen uns vom Ausblick loszureißen. Als würde einem die Welt zu Füßen liegen, breitet sich unter uns das grüne Meer des Waldes aus, die Waldviertler Landschaft zeigt sich wie so gerne von ihrer geheimnisvollen Seite. Das warme Gefühl des Ankommens setzt ein.

„Faszinierend eigentlich, wie gut man sich so hoch über dem Boden erden kann.“

Unsere Autorin schwebt über den Dingen. Gut so!

Gemeinsam einsam.

Wir machen es uns auf der großzügigen Terrasse bequem und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Die Vögel spielen uns ein kleines Konzert, während wir die Mini-Bar inspizieren. Unsere Handys finden kein W-LAN, wir dafür endlich Zeit zum Durchatmen, Plaudern und Dasein. Okay, zugegeben: Auch wir haben einen kleinen Affentanz in der Lodge aufgeführt, still hoffend, doch noch ein Stricherl Empfang zu ergattern. Aber dann lockt uns der Duft des Waldes wieder raus, gemütlich kuscheln wir uns aneinander und zählen an diesem Abend anstatt der Sterne die vielen Glühwürmchen, die um uns tanzen. Wir schalten in einen anderen Modus, werden ruhiger und genießen die gemeinsame Zeit ganz ohne Kinder, Verpflichtungen und To-Do-Listen. Leicht beduselt von unseren Eindrücken fallen wir ins Bett. Und zählen dann doch die Sterne. Durchs Fenster.

Lesen Sie weitere Geschichten:

weiterlesen