Gut aufgepasst – Von Heribert Pfeffer können Wanderer viel fürs Leben lernen, © Fred Lindmoser

Mit Bergstock, Baumkronen und Bodenhaftung

Mit Heribert Pfeffer das ÖTSCHER:REICH entdecken

Früher ist Heribert Pfeffer stundenlang durch den Wald gestreift ohne ein Wort zu sagen. Heute spricht er über die Schönheit der Natur, erklärt ökologische und historische Zusammenhänge und hat etliche Geschichten über das atemberaubende ÖTSCHER:REICH im Gepäck. Hier ist der Naturvermittler aufgewachsen, hier in den Wäldern hat er als ehemaliger Berufsjäger fast jeden Tag verbracht – hier gehört er hin.

Mit dem Jagdinstinkt durch das ÖTSCHER:REICH

Wir beginnen unsere Wanderung auf den Kaiserthron um 10 Uhr vormittags. Es schaut verdächtig nach Regen aus und der Mostviertler Ötscher wirkt heute mit seinen 1.893 Metern noch mächtiger als sonst. Wir treffen Heribert Pfeffer, Naturvermittler, Pilgerbegleiter und ehemaliger Berufsjäger, im neuen Naturparkzentrum Ötscher-Basis. Die 170 Quadratkilometer des größten Naturparks Niederösterreichs kennt er wie seine Westentasche. Genauso wie die vielen Geschichten, die sich rund um den majestätischen „Vaterberg“ ranken. Lässig an seinen Bergstock gelehnt, strahlt er eine Ruhe aus, die ansteckend ist. „Als Menschen haben wir immer die Entscheidung zu warten, bis besseres Wetter kommt – oder einfach los zu gehen“, meint er spitzbübisch und stapft dem Berg entgegen. Mit leicht skeptischen Blicken Richtung Himmel folgen wir ihm.

„Wenn in der Früh ein Donnerwetter ist, geht das Wetter zehn Mal über die Alm“, zitiert er eine alte Bauernweisheit. Wie aufs Stichwort fallen die ersten Tropfen herab und wir suchen mit dem Naturvermittler Schutz unter den alten Bäumen mit ihren riesigen Baumkronen. Dort verbringen wir unsere von der Natur vorgegebenen Pausen mit intensiven Gesprächen, genießen die gute frische Luft und lauschen der Ruhe des Waldes.