Auf großen Rädern in die Vergangenheit, © Manfred Horvath

Höchste Eisenbahn

Das Eisenbahnmuseum Strasshof befördert seine Besucher mit Volldampf in die Vergangenheit.

Von Ruß und Rauch, von der Glut im Herzen und im Kessel, von Menschen, die unter Dampf stehen, und Maschinen, die Seele zeigen: Mit viel Einsatz kümmern sich die rund 100 Mitarbeiter des Eisenbahnmuseums Strasshof um die Veteranen der Schiene.

Für ihre über hundert Jahre ist die 109.13 noch sehr rüstig. 90 km/h schafft sie und kommt dabei ordentlich ins Schnaufen. Durstig ist sie, und vor allem sehr hungrig: Alle 100 Kilometer braucht sie rund 17.000 Liter Wasser und bis zu drei Tonnen Kohle. Und dabei gehörte das Südbahn-Rennpferd, wie die 109.13 damals, kurz vor dem 1. Weltkrieg, vom Volksmund liebevoll genannt wurde, noch zu den genügsamsten Schnellzuglokomotiven ihrer Zeit. Vor allem aber zu den schnellsten: Mit ihr ließ sich die Reisezeit zwischen Wien und Triest immerhin von 13,5 auf 10,5 Stunden verkürzen.

„Obwohl bärenstark gehörte die 109 mit ihren 1320 PS nicht zu den Ackergäulen ihrer Klasse, sondern – da hatte der Volksmund durchaus recht – eher zu den grazilen Rennpferden.“

Museumskurator Rupert Gansterer

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